Provinz Hubei/Jingmen: Der Alltag eines Folteropfers in chinesischen Arbeitslagern

Der Falun Gong-Praktizierende Peng Yaxin aus der Stadt Jingmen ist kürzlich verhaftet worden, als man Informationsmaterialien über Falun Gong bei ihm fand. Er war früher schon einmal zwei Jahre im Zwangsarbeitslager eingesperrt gewesen, als er Falun Gong nicht aufgeben wollte, wo man ihn brutal gefoltert hatte.

Festnahme und Inhaftierung

Als Peng am 13. März 2016 mit drei weiteren Praktizierenden in der Gemeinde Shenji im Bezirk Shayang unterwegs war, umzingelten zwei Polizeiautos seinen Wagen und zogen ihn aus dem Verkehr. Die Polizei entdeckte im Auto Informationsmaterialien über Falun Gong und verhaftete daraufhin alle vier.

Peng wurde ins Bezirksgefängnis gebracht und fünf Tage später zur Haftanstalt des Bezirks gebracht, wo er derzeit noch inhaftiert ist.

Beginn der Schikanen

Peng hatte im Jahr 1996 begonnen, Falun Gong zu praktizieren. Damals ging er noch auf die Hochschule. Als das kommunistische Regime im Jahr 1999 die Verfolgung von Falun Gong befahl, beschlagnahmte die örtliche Polizei seinen Ausweis und schikanierte ihn häufig.

Im September 1999 ging Peng nach Peking, um für das Recht auf Glaubensfreiheit zu appellieren, und wurde dabei verhaftet. Daraufhin musste er zwei Jahre Zwangsarbeit leisten und brutale Folter ertragen.

Rückblick: Folter und Zwangsarbeit

Nach Pengs Verhaftung im September 1999 in Peking wurde er zurück in seinen Heimatort gebracht und in der zweiten Haftanstalt von Jingmen interniert. Dort zwang ein Wärter die inhaftierten Falun Gong-Praktizierenden, in einer Winternacht hinaus auf den Hof zu gehen, zog ihnen die Shirts aus und ließ sie auf dem Boden knien. Er peitschte die halbnackten Praktizierenden einen nach dem anderen mit einem Gürtel aus.

Ende 1999 wurde Peng in das Zwangsarbeitslager von Shayang gebracht. Bei seiner Ankunft brachten ihn ein paar Wärter in eine kleine Zelle, fesselten ihm die Hände auf dem Rücken und griffen ihn mit elektrischen Schlagstöcken an. Er hatte überall Schnittwunden und Prellungen und seine Hände und Lippen waren verbrannt und mit Blasen bedeckt.

Peng musste schwere Arbeit ausführen und bekam regelmäßig zusätzliche schwierige Aufgaben zugewiesen. Wenn er sie nicht bis abends geschafft hatte, wurde er bestraft. Er durfte nicht schlafen gehen und musste stattdessen eine große Tüte mit Erdnüssen knacken.

Die inhaftierten Praktizierenden, darunter auch Peng, arbeiteten tagsüber auf den Erdnussfeldern. Sie durften nach dem Mittagessen keine Pause machen wie die anderen Insassen. Unter der brennenden Sonne mussten sie die Felder jäten und wurden gezwungen, vornüber gebeugt und ohne Entlastung zu arbeiten. Am Ende des Tages hatten die Praktizierenden alle Feldwerkzeuge zurück zum Lager zu tragen und während des Laufens laut zu singen.

Im Winter mussten Peng und andere für längere Zeiträume in einem eiskalten Teich stehen, um Lotuswurzeln zu ernten und Fische zu fangen.

Folter eskaliert bei der Sondereinheit

Im März 2001 richtete man im Zwangsarbeitslager in Shayang eine Sondereinheit ein, um die standhaften Praktizierenden umzuerziehen. Die Opfer wurden von jeder Abteilung bis hin zur Sondereinheit weiter hoch gereicht und einer nach dem anderen verhört und gedemütigt.

Weil Peng das Praktizieren von Falun Gong während des Verhörs nicht als „Verbrechen“ bezeichnete, fesselten zwei Wärter ihm die Hände hinter seinem Rücken und traten ihn in die Kniekehle, damit er in die Knie ging. Sie schlugen ihn und schockten ihn mit elektrischen Schlagstöcken. Viele Praktizierende wurden aus dem gleichen Grund geschlagen.

Peng erinnerte sich an die Schreie der anderen Praktizierenden, an das Geräusch der Elektroschocks mit hoher Spannung und an das laute Geschrei und die Flüche der Wärter. Der Leiter des Lagers, der politische Kommissar und die Leiter der anderen Abteilungen standen dabei und schauten zu.

Bei der Sondereinheit wurde jeder Praktizierende von mindestens zwei Insassen überwacht, die für die Wärter alles aufnahmen und berichteten. Sie beleidigten und misshandelten die Praktizierenden, wann immer es ihnen gefiel.

Die Praktizierenden mussten noch vor Sonnenaufgang aufstehen und gingen erst spät in der Nacht zu Bett. Sie mussten für längere Zeiten militärische Formationen einnehmen, rennen, laufen, springen, in die Hocke gehen und stehen.

Bei der Sondereinheit gab es viele menschenunwürdige Regeln. Immer wenn die Praktizierenden einen Raum verließen oder betraten, mussten sie zum Beispiel dies laut melden. Sie hatten aufzustehen und um Erlaubnis zu fragen, ehe sie irgendetwas tun durften. Außerdem mussten sie strammstehen, sobald sie einen Wärter sahen, und immer, wenn ein Wärter mit ihnen sprach, in die Hocke gehen. Zudem waren sie gezwungen, die Regeln und die Vorschriften des Lagers zu rezitieren. Während sie saßen, mussten sie gerade sitzen und nach vorne schauen und die Hände sollten direkt auf ihren Knien liegen. Sie durften auch nicht mit anderen Praktizierenden sprechen und nicht einmal einen Blick mit ihnen wechseln, sonst wurden sie dafür bestraft.

Die Praktizierenden wurden jeden Abend gezwungen, sich Fernsehprogramme anzuschauen, die Falun Gong verleumdeten, und mussten anschließend Gedankenberichte schreiben. Die Wärter überwachten sie genauestens, um sicherzugehen, dass auch wirklich jeder Praktizierende aufmerksam zuschaute. Wer es nicht tat, wurde geschlagen.

Oftmals wurden die Praktizierenden auch mitten in der Nacht auf den Hof gebracht und mit elektrischen Schlagstöcken geschockt oder an einen Baum gehängt und geschlagen. Sie durften nur für sehr kurze Zeit die Toilette benutzen und wurden einfach aus dem Toilettenraum gezogen, wenn die Zeit vorüber war.

Peng wurde im September 2001 freigelassen. Doch die Schikanen gingen weiter, auch als er wieder nach Hause zurückgekehrt war. Man sperrte ihn ein weiteres Mal ein, dieses Mal in Wuhan, Provinz Hubei, wo er 40 Tage Gehirnwäsche über sich ergehen lassen musste.

Familie leidet ebenso

Pengs Tortur sorgte auch für Leid in seiner Familie. Kurz nachdem er in das Zwangsarbeitslager gebracht worden war, brachte seine Frau ihr Kind zur Welt. Die Behörden des Lagers lehnten seinen Antrag ab, nach Hause gehen und bei seiner Familie sein zu dürfen.

Die häufigen Schikanen durch die örtlichen Behörden beeinflussten auch andere Familienangehörige. Pengs alte Mutter war so besorgt und ängstlich, dass sie nicht mehr aufhören konnte zu zittern, sobald die Polizei anklopfte.

Englische Version:
http://en.minghui.org/html/articles/2016/4/26/156422.html

Chinesische Version:
http://www.minghui.org/mh/articles/2016/4/11/曾在沙洋劳教所遭奴役折磨-彭亚新又被绑架-326472.html

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