Erworbene Anschauungen und selbst begrenzende Schwierigkeiten beseitigen

Erfahrungen von einem Lehrer in China
 
(Clearwisdom.net)

Von meinem Lehramt war ich vom Schulverwaltungsamt beinahe ein Jahr lang suspendiert worden, nachdem ich in meinem Unterricht die Wahrheit über Falun Gong erklärt hatte. Weil mir die Lehrertätigkeit untersagt war, verdiente ich ein wenig Geld durch Büroarbeiten und andere Gelegenheitsarbeiten. Täglich wurde ich von meinen Kollegen bedrängt, ich solle doch aufwachen, die Realität akzeptieren, und endlich die Verzichtserklärung auf Falun Gong schreiben. Das zu tun hätte bedeutet, entweder Falun Gong ganz aufzugeben, oder heimlich zu praktizieren und nie mehr darüber zu reden. Nahm ich den Ratschlag nicht an, wäre meine Karriere in ernster Gefahr und ich ständig mit der Verfolgung konfrontiert. Ich zerbrach mir den Kopf mit der Frage: Was ist zu tun?

Durch gründlicheres und fleißigeres Lernen des Fa endete mein Kopfzerbrechen. Niemals hätten in meinem Geist Zweifel über die Erklärung der Wahrheit sein sollen. Natürlich sollten wir uns eine vernünftige, weise, reine und friedvolle Haltung zu eigen machen, wenn wir darüber reden. Ich erkannte, dass mir die notwendige Gelassenheit gefehlt hatte, als ich die Wahrheit während meinem Unterricht verbreitete, und dass dadurch alles weitere passiert war. Der Lehrer sagt, dass Mitgefühl zusammen mit dem Niveau der Unterhaltung und Vernunft das menschliche Herz ändern können. Wenn wir es nicht gut machen, liegt es an der mangelnden eigenen Kultivierung. Nachdem ich darüber nachgedacht hatte konnte ich erkennen, dass ich mich nicht wirklich kultiviert hatte, aber selbstzufrieden geworden war. Einerseits hatte ich das Fa nicht häufig gelernt, andererseits schenkte ich den Informationen im Internet wenig Beachtung, und ich teilte auch meine Erfahrungen nicht mit anderen Praktizierenden.

Nachdem ich die Ursache meiner Probleme erkannt hatte, lernte ich das Fa gewissenhafter. Ich kaufte auch einen Computer, damit ich Zugang zum Internet hatte. Ich bemerkte, dass ich Fortschritte machte. Zu dieser Zeit hatten Verwaltungsbeamte der Schule zahllose Diskussionen mit mir. Auch die Polizei nahm Kontakt zu mir auf. Ich nutze jede Gelegenheit ihnen Falun Gong vorzustellen, und die Wahrheit zu erklären. Bei den meisten konnte ich eine Veränderung des Herzens wahrnehmen. Bald nahm das Schulverwaltungsamt wieder Kontakt zu mir auf, und mir wurde mitgeteilt, dass ich keine Chance auf Wiedereinstellung habe, sollte ich nicht die schriftliche Verzichtserklärung abgeben. Ich dachte mir, ich helfe dem Lehrer das Fa in dieser Welt zu berichtigen, ich verrichte die heiligste Aufgabe in diesem Universum. Ich sollte nicht solch einer ungerechten Behandlung unterzogen werden.

Noch bevor ich die Angelegenheit mit dem Schulverwaltungsamt in Ordnung bringen konnte, wurde mein Gehalt wieder auf das eines Vollzeitlehrers angehoben. Jetzt lag mein Gehalt wieder auf früherem Niveau. Für einen wahren Praktizierenden richtet der Lehrer den Kultivierungsweg ein.

Beim Erfahrungsaustausch mit anderen Kultivierenden entdeckte ich drei Hindernisse: Den Mangel an echtem Mitgefühl, die tiefe innere Bindung an Angst, und das nicht im Inneren suchen, wenn man sich mit bestimmten Situationen konfrontiert sieht.

Der Mangel an Mitgefühl wird wiedergespiegelt in unserem Mangel an Geduld, wenn wir mit anderen Praktizierenden, die das Fa nicht mit dem Fa begreifen, unsere Erfahrungen austauschen. Wir kümmern uns häufig nicht gut um sie, wenn wir ihnen nicht freundlich unsere Führung und Hilfe anbieten. Manche Praktizierende sprechen über ihre Einsichten mit steinernem Gesichtsausdruck zu ihren Mitpraktizierenden, die ein anderes Verständnis vom Fa haben, und sie ziehen nicht freundlich und offen in Erwägung, ob das Verständnis der anderen nicht auch auf Vernunft beruht. Einige Praktizierende kümmern sich nicht um die, die auf einem bösen Weg „erleuchtet“ wurden, aus Angst davor, von ihnen beeinflusst zu werden.
Sie haben nicht das gute Herz, solche gefallenen Praktizierenden mit allen Möglichkeiten zu retten. Es gibt Praktizierende, die auf Enttäuschungen und Rückschläge treffen, wenn sie einfachen Leuten die Wahrheit erklären. Deshalb geben sie ihre Bemühungen auf und denken die angestrebten Zuhörer seien zu eigensinnig und befänden sich jenseits jeder Rettungsmöglichkeit. Sie verwenden die gelernten Lektionen nicht dazu mit Vernunft, Weisheit und Mitgefühl Menschen zu retten.

Viele Probleme gründen auf der tief versteckten Bindung an Angst. Der Lehrer sagt uns in seinem Vortrag des Fa: „Ein aufrechter Gedanke kann hundert Böse beseitigen.“ „Ich bin im Kosmos verwurzelt, wenn jemand dich bewegen könnte, könnte er auch mich bewegen, ganz klar ausgedrückt, könnte er auch diesen Kosmos bewegen.“ (Zhuan Falun). Ungeachtet dessen was passiert, wenn man allem gegenüber ruhig, mit einem ruhigen Geist bleibt, und seinen Kultivierungsprozess fortsetzt, wird man von dem Bösen nicht in irgendwelche Schwierigkeiten gebracht. „Obwohl es sich schon an die tausend Jahre kultiviert hat, kann es doch nicht den Druck eines kleinen Fingers aushalten.“ (Zhuan Falun) „Die unzerstörbaren, aufrichtigen Gesinnungen der kosmischen Wahrheit gegenüber bilden den felsenfesten und diamantharten Körper der barmherzigen Dafa-Schüler. Sie schrecken alles Böse ab, strahlen das Licht der Wahrheit aus. Dieses Licht löst die unaufrichtigen Gedankenfaktoren aller Lebewesen auf. So stark die aufrichtigen Gesinnungen sind, so stark sind deren Kräfte.“ (Lehrers kurzer Artikel „Auch in einigen Worten“) Ruft nicht die tief versteckte Bindung an Angst das Böse hervor?

Wir wissen von unserem Verständnis des Fa her, dass jede Situation es erforderlich macht in uns selbst zu suchen. Doch wir alle pflegen nach von außen beeinflussenden Faktoren zu suchen, wenn wir mit speziellen Situationen konfrontiert werden. Wurde ein Mitpraktizierender gefangengenommen, gab es immer Gründe, wie zum Beispiel, er wurde von den Nachbarn bei der Polizei angezeigt, oder es war auf die Sorglosigkeit von anderen Praktizierenden zurückzuführen. Dies sind nur künstliche Gründe, die vom Bösen erschaffen wurden um uns zu täuschen und in die Irre zu führen. Es versucht uns zum Narren zu halten, damit wir nicht die wirkliche Ursache in uns selbst suchen. Das macht es uns unmöglich unsere eigenen Anhaftungen zu erkennen, und hält uns davon ab, beständig unsere aufrichtigen Gedanken zu nutzen. Das Böse wird weiter die von uns erschaffenen Schlupflöcher nutzen, weiterhin trügerische Erscheinungen produzieren, und der Grund für endlose Schwierigkeiten sein. Ein Praktizierender muss alle Angelegenheiten aus der Perspektive der Kultivierung betrachten. Allgemein gesagt, die meisten Praktizierenden, die Schwierigkeiten hatten, zeigten offensichtliche oder versteckte Eigensinne. Solche lang andauernden Anhaftungen sind die Hauptursachen für den zu jeder Zeit unreinen und unruhigen Geist, der sich dreht und dem Bösen Schlupflöcher bereitet, so dass es uns ausnutzen kann. Wenn wir alle dazu in der Lage sind unsere eigenen Unzulänglichkeiten und unsere eigene Schlechtigkeit zu erkennen, und mit unseren aufrichtigen Gedanken zu reinigen, werden wir sicher die Einmischung beseitigen, und zurückkehren zu unserem
unzerstörbaren, diamentfesten Vajra. Schwierige Ereignisse leiten die Veränderung zum Besseren ein.

Das sind meine Kultivierungserfahrungen. Ich hoffe, sie können auch meinen Mitpraktizierenden dabei behilflich sein, sich zu verbessern. Könnt ihr irgendein Feedback anbieten, werde ich es zu schätzen wissen.

Von einem chinesischen Praktizierenden
Oktober 2001

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