Über die „Zeit“

Wir befinden uns alle in der Zeit der Fa-Berichtigung. Viele Dafa-Schüler haben im Moment das Gefühl, dass sie zu wenig Zeit haben - besonders dann, wenn ihr Kultivierungszustand nicht zufriedenstellend ist. Irgendwie hat man nicht viel geschafft, aber die Zeit geht trotzdem sehr schnell vorbei. Dann wird man nervös. Je mehr einer sich anstrengt, desto weniger Leistung kann er vollbringen. Außerdem kann er das Fa auch nicht mehr mit einem ruhigen Herzen lernen... Wenn ich jetzt über diesen Zustand nachdenke, glaube ich, dass wir in Wirklichkeit von der Gottheit menschlicher Ebene, die „Zeit“, eingeschränkt worden sind, aber gleichzeitig hat uns unsere eigene Anschauung über die „Zeit“ gehindert.

Wir sind Gottheiten der Fa-Berichtigung auf Erden, Schüler des kosmischen Dafa und des Hauptbuddhas. Wir verfügen über die höchste Weisheit und die machtvollste Shentong. Wie können wir von der „Zeit“, Gottheit einer niedrigen Ebene innerhalb der Dreiweltkreise, eingeschränkt werden? Wir wissen auch, dass zwei Stunden unseres Zeitraumes einem Jahr eines anderen Zeitraumes gleicht.

Ich glaube, wenn ein Kultivierender seine menschlichen Anschauungen, an die er seit Tausenden von Jahren geglaubt hat, durchschauen kann, dann kann sich seine Shentong machtvoll zeigen. Er wird aus dem Menschen heraustreten. Während unserer Kultivierung hat uns der Meister schon uneingeschränkte Shentong und Fa-Kraft gegeben. Auch wenn wir nichts davon wissen, bedeutet es längst nicht, dass sie nicht existieren. Niemand verschließt sie für uns, nur unsere eigenen Anschauungen hindern uns daran, sie voll zu entfalten. Nehmen wir die „Zeit“ als Beispiel:

Kultivierende können meiner Meinung nach die „Zeit“ aktiv beherrschen. Sie können jederzeit in die Zeitfelder verschiedener Zeiträume hineingehen oder herauskommen. Dadurch wird die Einschränkung der „Zeit“ durchbrochen, sodass man die „Zeit“ beherrscht und für sich dienen lässt. So kann ein Kultivierender den Zustand des „Beliebig Verwendens“ wirklich erreichen.

Ich habe diesen Fa-Grundsatz durch folgendes Erlebnis erkannt: Die Mittagspause in meiner Firma ist eigentlich sehr kurz, nach dem Mittagessen bleiben mir eigentlich immer nur noch zehn Minuten. Weil man eigentlich in zehn Minuten nichts schaffen kann, tat ich auch nichts. Ich ruhte mich aus und so gingen die zehn Minuten immer sehr schnell vorbei. Aber eines Tages wollte ich gerne lesen und so nahm ich „Zhuan Falun“ in die Hand und las sehr konzentriert. Als ich mit einem halben Kapitel fertig war, trat ich aus der Konzentration des Lesens wieder heraus. Erstaunlicherweise waren nicht mehr als zehn Minuten vergangen. Wofür ich normalerweise 40 Minuten brauchte, schaffte ich an jenem Tag in zehn Minuten. Die Zeit verging plötzlich sehr langsam, es war, als ob ich eine Stunde gelesen hätte. Ich war wirklich sehr erstaunt.

Nur eine Erklärung konnte es dafür geben: Ich habe das Fa in einem anderen Zeitraum gelesen und es war wirklich so, als ob mein Hauptbewusstsein gerade aus einem anderen Zeitraum in diesen unseren Raum zurückgekehrt war. Der Meister hat uns in „Zhuan Falun“ erzählt: „Die moderne Wissenschaft ist der Ansicht, dass die Zeit ein Feld hat. Was nicht im Bereich des Zeitfeldes steht, wird nicht von der Zeit beeinflusst. Der Zeit- und der Raumbegriff in dem anderen Raum ist ganz anders als der in unserem Raum. Wie kann er die Substanz im anderen Raum beeinflussen? Er kann überhaupt keinen Einfluss darauf ausüben.“

Jetzt ist mein Herz ruhiger. Ich bin nicht mehr ungedulig oder überstürzt. Ich weiß jetzt, was ich will und kann alles eins nach dem anderen ordentlich machen. An einem Tag kann ich nun viel für Dafa machen, wobei ich aber meine Arbeit in der Firma nicht vernachlässige. Ich habe nicht mehr das Gefühl, dass die Zeit schnell läuft. Ganz im Gegenteil: die Gegebenheiten richten sich alle nach meinem Willen. Mit wenig Aufwand kann ich schon viel Erfolg verzeichnen. Ich glaube, in diesem Zustand sollen die Dafa-Kultivierenden, welche die Dafa-Arbeit in der Periode der Fa-Berichtigung machen, sein. Könnt ihr euch noch an eine Geschichte erinnern, die der Meister erzählt hatte? Ein alter Mann ging sehr langsam zu Fuß. Jedoch konnte man ihn selbst beim Reiten nicht einholen, weil er sich nicht im selben Raum befand.

Wenn wir aus den menschlichen Anschauungen herausspringen, dann sind wir nicht in diesem Raum und werden nicht von den Elementen dieses Raumes eingeschränkt.


Dafa-Schüler
03. November


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