Faktoren des kommunistischen Gespenstes in unseren Gedanken beseitigen

Eine unserer momentanen Hauptaufgaben ist die Beseitigung aller Faktoren des kommunistischen Gespenstes. Ich habe zwar in letzter Zeit bei chinesischen Praktizierenden nach diesen Faktoren gesucht, dabei aber vernachlässigt, auch bei mir selbst zu schauen.

Vor ein paar Tagen wollte ich einen Brief an den Europa-Rat bezüglich der anstehenden Debatte und Resolution zur Verurteilung der Verbrechen totalitärer kommunistischer Regime schreiben, aber jedes Mal, wenn ich anfing zu schreiben bzw. über den Inhalt des Briefes nachdachte, fing alles in meinem Kopf an sich zu drehen und ich konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Zuerst war ich verzweifelt, weil der Brief nicht zustande kam. Nach einem kurzen Gespräch mit einem Mit-Praktizierenden erkannte ich, dass es sich um eine Störung handelte. Trotz aufrichtiger Gedanken konnte ich sie nicht beseitigen und ein Mit-Praktizierender schlug mir vor, ich sollte den Meister um Rat fragen. Daraufhin nahm ich Essentielles für weitere Fortschritte in die Hand und schlug eine Seite auf: ich las die Überschrift: ‚Klar und wach' und verstand beim Lesen des Jingwen, dass sich bei der Dafa-Arbeit auch die Faktoren unserer Erhöhung zeigen und dass sie auch dazu gehören.

Der Meister sagte: „Egal welche Dafa-Arbeit, sie muß so sein, daß Menschen das Fa bekommen und die Erhöhung der Schüler zum Ziel haben. Ohne diese zwei Punkte ist alles sinnlos.“ (‚Klar und Wach’, Essentielles für weitere Fortschritte)

Ich hatte in letzter Zeit fast schon wieder eine Anschauung entwickelt, nämlich, weil die Fa- Bestätigung am wichtigsten ist, müsste ich schnell arbeiten und dabei gar nicht mehr auf meine Erhöhung achten. Ich erkannte jetzt, dass das eine nicht ohne das andere möglich ist und mein Herz beruhigte sich. Ich vertraute darauf, dass ich den Brief schreiben würde. Aber als ich am Abend weiterarbeiten wollte, fing es wieder an in meinem Kopf zu kreisen.

Als ich mit meinem Mann darüber sprach, fragte er, ob ich denn den Brief wirklich von Herzen schreiben wollte, denn nur dann hätte er die Wirkung zur Beseitigung des Bösen. Die Barmherzigkeit der Dafa-Jünger würde alles Böse auflösen. Ich dachte nach, ob ich das kommunistische Gespenst wirklich gründlich beseitigen wollte und die ehrliche Antwort war - nein. Etwas hinderte mich daran – es waren meine Anschauungen, die mit den Faktoren des kommunistischen Gespenstes übereinstimmten und die ich noch nicht beseitigt hatte. Ich hatte früher aufgrund meiner Unzufriedenheit mit meiner persönlichen Lebenssituation und der Verzweiflung über die schlechte Moral der Gesellschaft versucht Gerechtigkeit für die mir widerfahrene Ungerechtigkeit zu suchen. Ich hatte angefangen für meine Gleichberechtigung zu kämpfen und obwohl ich durch die Kultivierung verstanden habe, dass die Menschen nicht gleich sind, dass der Weg eines jeden vorherbestimmt ist und das eigene Schicksal nur durch Kultivierung geändert werden kann, hatte das Böse eine Lücke gefunden und sie benutzt.

Beispielsweise hatte ich in letzter Zeit oft den Gedanken, mich für meine eigenen Rechte und die Rechte meiner Tochter oder meines Mannes einsetzen bzw. sie verteidigen zu müssen. Es tauchten immer wieder folgende Gedanken auf: ich hätte ein Recht, gut und mit Respekt behandelt zu werden, ich hätte ein Recht, meine Meinung zu sagen und gehört zu werden, ich hätte ein Recht, dass mir geholfen wird (beispielsweise dass man mir die Tür aufhält, wenn ich mit dem Kinderwagen in die Bäckerei wollte) oder dass ich um Erlaubnis gefragt werde (im Park setzte sich eine Frau einfach zu mir auf die Bank ohne zu fragen, ob der Platz noch frei wäre, worauf ich mich nicht zurückhalten konnte und eine Bemerkung diesbezüglich machte).

Einmal war ich mit meiner Tochter unterwegs. Ich hatte den Kinderwagen vor der offenen Eingangstür eines Busses abgestellt, weil es noch einige Minuten dauerte bis zur Abfahrt. Als ich jedoch später einstieg, war der freie Abstellplatz für Kinderwagen etc. in der Mitte des Busses von einem quer liegenden Fahrrad und einer großen davor stehenden Tasche belegt. Ich war völlig überrascht, dass der Besitzer obwohl der Kinderwagen gut sichtbar vor der Tür stand, den ganzen Platz für sich in Anspruch genommen hatte und sprach ihn unfreundlich an, er möge doch sein Fahrrad zur Seite stellen. Ich war nicht nachsichtig, sondern ärgerte mich, weil ich nicht auch einen Teil des Platzes bekommen hatte und mein Recht darauf nicht respektiert worden war - ich hatte mich nicht als Praktizierende verhalten. Der Mann begann leise, aber dennoch im ganzen Bus gut hörbar über meine unhöfliche Art zu spotten. Später, bei einem Infotag in meiner Stadt kam dieser Mann an unseren Infotisch und sprach mit meinen Mitpraktizierenden, die ihn bereits kannten – er war Journalist und wollte über die Verfolgung berichten – ich war beschämt.

Auch beim Aussenden der Aufrichtigen Gedanken tauchten plötzlich solche Gedanken auf. Nachdem meine Tochter versucht hatte, mich dabei zu stören, dachte ich, ich hätte ein Recht darauf aufrichtige Gedanken auszusenden. Und sie störte mich immer mehr. Erst als mein Mann mich darauf ansprach und ich die Angelegenheit wieder mit dem Fa beurteilte, änderte sich die Situation.

Solange ich diese Gedanken nicht von ihrer Wurzel her erkannte, wirkten sie wie eine Art Gehirnwäsche, die den Zugang zu meiner aufrichtigen Seite behinderten.

Diese Resolution des Europarates zur Verurteilung der Verbrechen kommunistischer Regime ist gewissermaßen die 'Austrittserklärung' für ganz Europa und jeder von uns muss noch mal in sich schauen, um wirklich jedes kommunistische Gedankengut restlos zu beseitigen. Erst wenn wir bei uns Dafa-Jüngern die störenden Faktoren erkennen und mit aufrichtigen Gedanken beseitigen, wird unser Feld gereinigt und die Menschen werden nicht mehr vom Bösen gesteuert. Sie können die Wahrheit einfach erkennen und eine gute Position für ihre Zukunft beziehen.

Nachdem ich dies erkannt hatte, veränderte sich die Umgebung, es gab nichts mehr, was mich hinderte und ich schrieb den Brief.

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