Festlandchinesen, die nach Deutschland kommen

Eine chinesische Praktizierende in Deutschland

In den letzen Jahren ist die Zahl der Chinesen, die nach Deutschland kommen, um zu studieren immer größer geworden. So kommt es, dass sich auch immer mehr Studenten an unserer Universität für die DSH-Prüfung (Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang ausländischer Studienbewerber ) anmelden.

Eines Sonntags abends, als mein Mann und ich zusammen lasen, hörten wir plötzlich wie im Korridor jemand an einer Tür nach der anderen klopfte. Offensichtlich hatte bisher niemand seine Tür geöffnet. Schließlich klopfte es auch bei uns. Ich machte die Tür auf und vor mir standen eine chinesische Frau und ein afrikanischer Mann. Die Frau erzählte sie komme aus Stuttgart, um in Magdeburg an der DSH teilzunehmen und habe kein Zimmer für die Nacht gefunden. Der afrikanische Mann half ihr nachzufragen. Sie hatte drei schwere Gepäckstücke bei sich. Ich sah ihre schwierige Lage und sagte: „Komm herein. Wenn du willst, kannst du heute bei uns übernachten.“ Die Sorge verschwand aus ihrem Gesicht und sie lachte erleichtert. Sie erzählte, sie sei schon über eine Stunde in der Universität von Tür zu Tür gezogen. „Gerade eben begegnete ich einer Chinesin, aber sie war so abweisend. Heute ist es so Kalt. Wenn ich euch nicht getroffen hätte, wüsste ich wirklich nicht, was ich machen soll.“ Als sie das sagte, hatte sie Tränen in den Augenwinkeln.

An vielen Wänden unserer Wohnung hängen Bilder von Herrn Li Hongzhi [Gründer des Falun Gong]. So kamen wir beim Kochen ins Gespräch über Falun Gong. Nachdem wir ihre Fragen beantwortet hatten, sahen wir zusammen einen Film über die wahren Hintergründe der Verfolgung an. Sie konnte ihr Erstaunen nicht verbergen. Beim Essen sprachen mein Mann und ich über unsere Erfahrungen und Veränderungen bei unserer Kultivierung. Nach und nach nannte sie im Laufe des Gesprächs Li Hongzhi auch „Lehrer Li“ wie wir. Bevor wir schliefen, sagte sie zu mir: „Wenn ich nach der DSH-Prüfung in Magdeburg bleiben kann, werde ich vielleicht auch mit euch Falun Gong lernen!“

In dieser Nacht erreichte sie ihre Freundin in Magdeburg, bei der sie ursprünglich vorhatte, zu übernachten. Nachdem sie ankam, hatte sie mehrfach versucht, sie zu erreichen, aber ihr Handy hatte keinen Empfang. „Hätte ich meine Freundin gleich erreicht, hätte ich euch nicht kennengelernt!“, lachte sie und war froh.

An nächstem Tag besuchte sie uns mit zwei Freundinnen und einem Freund, sodass wir wieder Gelegenheit hatten, die CD über die Verfolgung vorzustellen.

Am nächsten Tag begegnete mein Mann wieder einem Chinesen, der sich Sorge um sein Zimmer machte. Wir luden auch ihn ein, bei uns zu übernachten und sprachen lange mit ihm über Falun Gong. Er sagte uns: „Die Analyse über die Selbstverbrennung ist so wissenschaftlich und rational. Außerdem ist Falun Gong im Ausland so weit verbreitet, von daher gibt es bestimmt etwas gutes darin! Als einer meiner Freunde ein Zimmer in München suchte, war es auch ein Falun Gong Praktizierender, der ihm aus der Klemme half. Mein Freund sagte mir: „Höre nicht auf die Lügen der chinesischen Regierung. Der Falun Gong Praktizierende, den ich kenne, ist ein sehr guter Mensch.“ Außerdem ist eine Verwandte von mir auch eine Praktizierende. Sie ist so nett. Es ist bestimmt falsch, dass die Regierung so viele gute Menschen auf die Gegenseite schiebt!“

Er sagte weiter offen und ehrlich: „Mein Bruder ist ein Polizist. Als die Regierung Falun Gong Praktizierende unterdrückte, machte er nicht mit.“ Als wir ihm zwei CDs als Geschenk gaben, versprach er uns, dass er auch seine Familienangehörigen die Wahrheit über Falun Gong wissen ließ. Schließlich sagte er noch, dass er gerne weiterhin mit uns in Kontakt bleiben kann.


Chinesische Version unter: http://www.minghui.org/mh/articles/2002/3/13/26563.html
Übersetzt am: 27.03.02
Original vom: 13.03.02

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