Österreich: Meine Erfahrung in Salzburg

Diese Begebenheit ereignete sich zwar schon kurz vor Ostern, doch sie geht mir nicht mehr aus dem Kopf und so möchte ich sie euch kurz erzählen.

Es war ein sonniger aber kühler Frühlingstag und meine Mutter (Sylvia) und ich beschlossen mit der kleinen Hannah und Larah in die Stadt zu fahren um dort Flyer an die chinesischen Touristen zu verteilen. In der Getreidegasse konnten wir gleich viele Flyer verteilen, wir wussten nur oft nicht ob die Touristen auch aus China kamen, wir gaben einfach allen asiatisch aussehenden Menschen einen Flyer, doch uns interessierte schon ob sie auch wirklich Chinesen waren und so fingen wir an auf Englisch zu fragen ob sie aus China kommen, bevor wir ihnen das Infomaterial in die Hand drückten. Die meisten waren jedoch Japaner.

Am Domplatz saß eine Gruppe junger Chinesen, meine Mutter ging hin und gab ihnen Flyer und ein Heft über Falun Dafa und die Wahrheit der Verfolgung in China. Sie saßen auf den Stufen um einen Brunnen in der Sonne und ein Mädchen sagte mit freudiger Stimme zu uns: "Falun Dafa". Sie steckten die Köpfe zusammen und lasen das Heft. Dann gingen wir weiter zum Kapitelplatz. Überall konnten wir Infomaterial verteilen und mir wurde bewusst wie viele chinesische Touristen es doch in Salzburg gab, und wie wichtig es ist ,dass sie hier die Wahrheit erfahren können und wir sie dadurch wissen lassen können das Falun Dafa auf der ganzen Welt allgegenwärtig ist.

Plötzlich kam das junge Mädchen vom Domplatz auf uns zu , sie hatte uns gesucht , sie gab uns das Heft zurück und sagte "Wir dürfen es nicht nehmen", und ging schnell wieder zurück. Da erkannten wir die Angst vor der Verfolgung die sogar im Ausland gegenwärtig war. Wir gingen weiter zum Motzartplatz und ich wurde immer nachdenklicher.

Vor dem Cafe Glockenspiel stand gerade ein asiatischer Mann und machte ein Foto. Zielstrebig ging ich auf ihn zu und fragte ihn: "Are you Chinese"? Er sagte: "Yes." daraufhin gab ich ihm ein Infoheft, welches er merkwürdig od. staunend ansah und ich sagte sofort als ob es von allein aus meinem Mund kam "Falun Dafa hao".

Er sah mir in die Augen und sagte mit einem unbeschreiblich traurigem Blick "but I am from China" Er gab mir das Heft zurück, und ich sah das er Tränen in den Augen hatte. Ich sagte "but always think about - Falun Dafa hao". Er sagte (od. seufzte mehr) "yes, yes, I know" und ging schnell weiter.

Ich ging ebenfalls weiter zu meiner Mutter, die mit Hannah ein Stück weitergegangen war und mir kamen die Tränen. Diese kurze Begegnung mit diesem Mann hatte mich so gerührt, weil ich diese Angst, Traurigkeit und Hilflosigkeit dieses Mannes spürte und auch die Sehnsucht nach Zhen, Shan und Ren. Ich frage mich auch jetzt noch öfters, was dieser Mann in China wohl erlebte! Ich konnte ein bisschen mitfühlen mit dem chinesischen Volk das unter der schrecklichen Verfolgung derart leidet! Und bewundere auch jeden der es schafft die Wahrheit in China, unter diesen Umständen auszusprechen.

Danke und Hochachtung an alle Praktizierende die nach China zum friedlichen Appell gegangen sind.

Eine Praktizierende aus Österreich
28.05.02

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